Neuer Heiliger Carlo Acutis nahm das Blutwunder von Walldürn in sein Projekt auf

09.09.2025 |

Gerade mal fünf Jahre nach seiner Seligsprechung am 10. Oktober 2020 wurde am letzten Sonntag auf dem Petersplatz in Rom der Selige Carlo Acutis von Papst Leo XIV. Heilig gesprochen. Er ist damit der erste Millennial-Heilige. Gemeinsam mit ihm wurde auch Pier Giorgio Frassati (1901-1925) zur "Ehre der Altäre" erhoben, was die Heiligsprechung bedeutet.

Der am 3. Mai 1991 in London geborene Carlo Acutis hatte auch einen ganz besonderen Bezug zum Eucharistischen Wallfahrtsort zum Heiligen Blut in Walldürn. Im Jahre 2002, im Alter von nur elf Jahren, kam ihm die Idee eine Ausstellung über alle Eucharistischen Wunder der Welt zu organisieren. Es war ein sehr anspruchsvolles Vorhaben, in welches er zwei Jahre lang auch seine Familie miteinbezogen hatte. Auf diese Weise wurde auch das Blutwunder von Walldürn in sein Projekt aufgenommen. 
 
Reliquie Carlo Acutis in San Rufino Assis
In der Kirche San Rufino in Assisi ist auch eine Herz-Reliquie des Heiligen Carlo Acutis zur Verehrung aufbewahrt.
 
 
Der neue Heilige Carlo Acutis, der am 12. Oktober 2006 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von nur 15 Jahren verstarb, war sehr früh in seinem kurzen Leben an der Informationstechnologie interessiert. Die Handhabung von PC und Computerprogrammen waren seine große Stärke und Leidenschaft. Diese Begabung nutzte der „Influencer Gottes“ und „Cyber-Apostel“, wie er auch gerne in den Medien bezeichnet wird, um den christlichen Glauben im Internet durch die Erfassung der weltweiten eucharistischen Wunder zu verbreiten. Diese weitreichende spirituelle Auswirkung dieser Ausstellung war zu Beginn nicht absehbar. Aus dieser digitalen Aufbereitung wurden Rollups konzipiert, die diese eucharistischen Orte der Welt in Bild und Text beschreiben. Auf allen fünf Kontinenten war diese Ausstellung bereits zu Gast und hat besonders bei Jugendlichen einen bleiben Eindruck hinterlassen. In tausenden Pfarreien und theologischen Universitäten wurde die Ausstellung präsentiert. 
 
Rollups der Ausstellung der Eucharistischen Wunder vom Hl. Carol Acutis im Jahr 2022 im Walldürner Pfarrheim
Die Ausstellung der Eucharistischen Wunder konzipiert vom nun Heiligen Carlo Acutis im Jahre 2022 im Walldürner Pfarrheim
 
 
Auch in Walldürn wurde die deutsche Ausstellungskonzeption (Teil 1) in Form von 24 Rollups im Jahr 2022 im katholischen Gemeindezentrum präsentiert. Hunderte Interessierte, darunter zahlreiche Jugendliche aus den Schulen und Familien mit Kindern machten sich seinerzeit auf den Weg um sich die dreiwöchige Ausstellung anzuschauen.
Noch heute steht ein großes Rollup als Nachbildung aus dieser Ausstellung rechts vor dem Aufgang zum Blutaltar mit der Beschreibung des Walldürner Blutwunders.
Rollupder Ausstellung von Carlo Acutis in der Walldürner Basilika am Blutaltar
Das Walldürner Rollup aus der Ausstellung wurde als Kopie dauerhaft am Aufgang zum Blutaltar aufgestellt

 
Beide neuen Heilige, Carlo Acutis und Pier Giorgio Frassati, sind Vorbilder des Glaubens und besonders der Nächstenliebe gegenüber den Schwachen, Armen und Kranken in unserer Gesellschaft. "Die Liebe zu Gott, die Liebe zur Eucharistie und ein Leben in den Sakramenten" war für beide elementar, was in zahlreichen Veröffentlichungen immer wieder zu lesen ist.
Zwei junge Heilige in diesem und letzten Jahrhundert ließen über 120.000 Menschen, darunter überwiegend Jugendliche, zur Heiligsprechung in Rom zusammenkommen. Ein lebendiges Zeichen für die Kirche, deren Jugend bei diesem Ereignis Mut und Zuversicht im Jahr der Hoffnung verbreitete.  
Grabstätte Carol Acutis in Santa Maria Maggiore Assis
Das Bild zeigt die Grabstätte des Heiligen Carlo Acutis, der nach seinem Tod im Jahre 2006 in der Kirche San Maria Maggiore in Assisi beigesetzt wurde. Der Ort Assisi war sein Wunsch, da er zu Lebzeiten eine besondere Beziehung zum Heiligen Franz von Assisi pflegte.
 
Alle Informationen zu den weltweiten eucharistischen Wundern, wo auch Walldürn aufgeführt ist, findet sich auf der Homepage unter www.miracolieucaristici.org .
Beitrag von

Achim Dörr